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Sumpfschnorcheln

Sumpfschnorcheln ist eine etwas seltsame „Sportart“ aus England, bei der jedes Jahr um die 100 Menschen im Tauchanzug mit Schwimmflossen, Taucherbrille und Schnorchel ausgerüstet in Llanwrtyd Wells (England)durch das Moor Waen Rhydd schnorcheln.

Wer es am schnellsten zweimal durch den Schlamm schafft ist Weltmeister.
Die Regeln gestalten sich sehr übersichtlich: außer allem, was in irgendeiner Form dem Schwimmen ähnelt, ist alles erlaubt. Die allgemeine Fortbewegungsform ist dann wohl Paddeln oder Grundeln?!
Dennoch erfreut sich das Sumpfschnorcheln ähnlich wie viele andere Schlammsportarten (Schlammfussball, Schlammvolleyball, usw.) recht großer Beliebtheit. Immerhin geben viele Leute viel Geld für eine auf Schlamm basierende Anti-Aging Behandlung aus - siehe www.herrenkosmetik.net :)

Der Engländer Philipp John, eigentlich internationaler Schwimmer, holte sich schon insgesamt viermal den Titel des weltbesten Sumpfschnorchlers und stellte den Weltrekord von 1:35min. auf.

Schnecken Weitspucken

Diese Sportart ist wirklich nichts für Weicheier (oder Schneckenliebhaber). Jedes Jahr kommen hunderte Teilnehmer aus den verschiedensten Nationen sowie tausende Zuschauer nach Moguériec in Frankreich um dieses spektakuläre Event nicht zu verpassen: die Weltmeisterschaft im Schnecken Weitspucken!

Beim Schnecken Weitspucken wird die Bigorneau- Schnecke (eine kleine Meeresschnecke) lebendig und mit Haus in den Mund genommen, mit der Zunge in Position gerückt (möglichst aerodynamisch) und dann mit ordentlich Schwung (Anlauf ist erlaubt) so weit wie möglich auf einer Sandbahn wieder ausgespuckt. Jeder Teilnehmer hat drei Versuche, um seine Schnecken möglichst weit zu spucken.

Den Rekord hält bisher der Franzose Alain Jourden (mehrfacher Weltmeister im Schnecken Weitspucken) mit 10,40m.

Rasenmäherrennen

Ein Sport, der im Nu die Welt erobert- das Rasenmäherrennen. Diese ausgefallene Sportart, ist in den 70er Jahren, wie viele Sportarten dieser Art, in England entstanden. Vater des Gedankens war der Ire Jim Gavin, der nach einer Möglichkeit suchte, einen billigen Motorsport zu betreiben- einem Sport, wie dem Rasenmäherrennen. Das Konzept gefiel und gewann überall in der Welt an Beliebtheit.

Mittlerweile sind die Rasenmäherrennen einem ganzen Buch an Regeln unterworfen, was jedoch der steigenden Teilnehmerzahl und Begeisterter kaum mindert. Gemäht wird mit den normalen „Handrasenmäheren“ in der einen, mit den „Sitzrasenmähern“ in einer anderen Disziplin.

Jedes Jahr findet das weltbekannte 12-Stunden-Rasenmäherrennen in England statt, bei dem 12 Stunden lang, auch in der Nacht, alles kurz und klein gemäht wird.

Der Rekord beläuft sich derzeit auf 468 Kilometer Rasen, der in diesen 12 Stunden von John Gill, Robert Jones und Steve Richardson gemäht wurden.

Ob es bei dieser Sportart wohl auch so etwas wie einen Boxenstop mit Reifenwechsel (Renn-, Winter- oder auch Sommerreifen) gibt? Und wenn ja, wie schauen dann die Boxenluder aus? :)

Luftgitarren Weltmeisterschaften

Man findet sie auf jeder Party, die beherzten Luftgitarrenspieler! Und seit 1996 stehen sie im internationalen Wettbewerb; denn 1996 fand in Oulu in Finnland die erste Weltmeisterschaft im Luftgitarre spielen statt.

Für die Teilnahme an der Luftgitarren Weltmeisterschaft muss man sich zuerst in einem aufwändigen Verfahren qualifizieren. In den 21 Ländern, die dem AGWC Network (Air Guitar World Championships Network) angehören, finden im Vorfeld der Weltmeisterschaften bereits Ausscheidungswettbewerbe statt, bei dem dann für jedes Land ein Vertreter ermittelt wird, der an der Luftgitarren Weltmeisterschaft teilnehmen darf. Zusätzlich gibt es eine Art „Wild Card“, die am Tag vor der WM im High Altitude Training Camp die letzte Möglichkeit hat, sich die WM-Teilnahme zu sichern. Interessant ist, dass es dabei keine Altersbeschränkung gibt.

Die qualifizierten Teilnehmer müssen jetzt zwei Runden (eine Qualifizierungsrunde und die Finalrunde) 1min. zu einem selbstgewählten Lied rocken bis der Luftgitarren Weltmeister/in endlich feststeht. Dabei wird die gesamte Performance (Kostüm, Lied, Gitarrenperformance) der Teilnehmer bewertet.

Der Siegerpreis der Luftgitarren Weltmeisterschaft ist eine handgefertigte Flying Finn electric guitar. Dieses Event ist wegen der Teilnehmer und der Partyband definitiv ein Erlebnis.

Im Laufe der nächsten Wochen werden wir übrigens live von den European Paintaball Championships berichten. Vorab-Infos findet ihr heute schon unter www.paintball-elite.net.

Handyweitwurf

In einem Zeitalter von Kommunikation und Crazy Sports, ist es kaum verwunderlich, dass irgendjemand einmal auf die Idee kommt beides zu verbinden. Das Ergebnis: Ein Event mit den Namen Handyweitwurf!

Diese ausgefallene Sportart gibt es seit den 90er Jahren und wird immer populärer innerhalb und außerhalb Deutschlands. Im Wesentlichen gibt es zwei verschiedene Arten des Handyweitwurfs: die finnische (mit Akku) und die deutsche (ohne Akku).

Ziel ist es einfach das Handy so weit wie möglich zu werfen. Klar, oder?!

Den Sport kann man als Einzelsportart oder in der Mannschaft betreiben (dabei werden dann die Ergebnisse der einzelnen Werfer zusammengezählt und das Gesamtergebnis verglichen). Teilnehmeralter ist ab 12 Jahren.

Der Handyweitwurf hat es beachtlicherweise schon bis zu Europa- und Weltmeisterschaften geschafft.

Den Weltrekord bei den Frauen hält momentan Antje Barthel mit 46,01m; bei den Männern schaffte es Marco Hübenbäcker sein Handy 83,32m weitzuwerfen. Tja vielleicht sollte man das mal mit Motorradreifen probieren.  Genügend Geld um den Privatkredit abzuzahlen gibt es für die ersten drei leider nicht aber wer weiß - vielleicht etabliert sich das doch noch als olympische Disziplin :-)

Frauentragen

Wer seine Liebste gerne einmal über die Schwelle trägt, der sollte sich überlegen, ob diese Sportart ihm nicht vielleicht zusagen könnte.

Das Frauentragen kommt aus Finnland und hat dort bereits eine lange und historische Tradition. Die Anfänge reichen sogar bis ins 19. Jahrhundert zurück. Die Weltmeisterschaften im Frauentragen finden einmal im Jahr in Sonkajärvi in Finnland statt.

Bei dieser finnischen Sportart geht es darum traditionellerweise seine eigene Frau (anderenfalls irgendeine Frau) mit einem Mindestgewicht von 49kg (wiegt die Frau weniger, wird ihr ein Rucksack oder ein Kunststoffkoffer mit Gewichten aufgeschnallt, bis das Mindestgewicht erreicht ist) und einem Mindestalter von 17 Jahren über die Wettkampfstrecke von 253,5 Metern zu tragen- und das natürlich so schnell es geht.
Der Untergrund variiert dabei zwischen Sand, Gras, Kies und Wasser.

Der Rekord liegt momentan bei den Estländern Margo Uusorg und Birgit Ulricht, die die Strecke in 55,5 Sekunden bewältigten.

Weiterhin gibt es etliche Unterformen des Frauentrag- Wettbewerbs, wie beispielsweise die Sprintversion (kürzere Strecke) oder die Mannschaftsversion (3 Männer tragen abwechselnd eine Frau). Außerdem werden weiterhin das beste Kostüm und der stärkste Frauenträger gekürt.

Wem das als Anreiz nicht reicht, als Preis für das schnellste Paar gibt es das Gewicht der Frau in Bier. Für Männer sind das einfach originelle Hochzeitsgeschenke :-)

Übrigens ist folgendes ausdrücklich und wortwörtlich in den Regeln der Frauentrag- Weltmeisterschaften verankert: „ALLE TEILNEHMER MÜSSEN SPAß HABEN!“

Extreme Ironing

Der Puls steigt, das Herz rast und jede Menge Adrenalin macht sich im Körper bemerkbar- der reinste Nervenkitzel…-wen überkommt dieses Gefühl nicht beim Anblick eines riesigen Bergs Bügelwäsche?!

Nun ja, wahrscheinlich die Wenigsten- ABER… es gibt sie! Die Extremsportler der neuen Trendsportart „Extreme Ironing“, schienen in der Tat genau diesen Kick zu verspüren, wenn sie ihre Bügelwäsche betrachten (irgendwie beneidenswert, oder?! ) und träumen dabei davon die höchsten Berge zu besteigen, im Meer zu tauchen oder auf Bäume zu klettern und das alles mit ihrer Bügelwäsche im Schlepptau.

Das Prinzip des Sportes ist recht einfach: Bügeln an ausgefallenen Orten oder in ausgefallenen Situationen, die ein möglichst hohes sportliches Geschick erfordern. Man braucht lediglich ein handelsübliches Bügelbrett, ein ebenso handelsübliches Bügeleisen und einen Haufen Bügelwäsche.

Der aus England kommende Trend-/ Fun- oder Extremsport erfreut sich einer stetig wachsenden Fangemeinde der „Extrembügler“. Mittlerweile haben sich sechs Disziplinen herauskristallisiert: Forest Style, Rocky Style, Urban Style, Water Style, Freestyle und für alle Liebhaber des Mannschaftssportes das Synchronbügeln (logischerweise je nach Ort oder Situation, in der gebügelt wird). Weitere Disziplinen, wie beispielsweise die noch nicht so fest etablierten Disziplinen Air Style und Eso Style (esoterisch/meditativ), kommen permanent hinzu.

Auch wettkampftechnisch entwickelt sich das Extreme Ironing sehr rasant. Es finden regelmäßige Wettkämpfe statt und 2002 konnte sogar die erste Weltmeisterschaft in Valley bei München ausgetragen werden, an der 75 Extrembügler aus 9 Ländern teilnahmen. Dabei wurden von einer Jury (u.a. 5 deutsche Hauswirtschaftsmeisterinnen) die jeweils individuelle Bügelleistung sowie das Bügelergebnis (d.h. Knitterfreiheit der Wäsche)geprüft und bewertet.

Weltrekorde halten momentan „Iron Man“ Carrik, der auf 6962m auf dem Aconcagua in den argentinischen Anden bügelte; Louise „Dive Girl“ Trewavas, die in 100m Tiefe am Blue Hole in Ägypten bügelte und Matthew „Crease Lightnin“ Hearne, der seine Bügelwäsche erledigte, während er in 4h8min den London-Marathon lief.

Sachen gibt’s…die gibts gar nicht!

Ach ja, für alle die der Meinung sind sie müssten jetzt auch viel Geld ausgeben um in ein fremdes Land zu reisen, dort dann auf einen 8.000 zu steigen oder 1.000 Meter tief zu tauchen um seine Wäsche extrem wegzubügeln, dem empfehle ich im Vorfeld den Abschluss einer Reiseversicherung :). Sicher ist sicher :)

Büffel- oder Kuhfladen Weitwurf

In Amerika findet man diesen „Sport“ unter verschiedenen Namen wie „cow manure tossing“, „ cow pie tossing“, „buffalo chips throwing“, usw. in einigen, meist ländlicheren Gegenden.
Für diejenigen, die sich auf die „Spielregeln“ keinen Reim machen können, hier eine kurze Erklärung: Es werden bei diesem Sport, einfach sogenannte „cow chips“ oder „buffalo chips“ (Kuhfladen) genommen und mit einer individuellen, beliebigen Technik soweit wie möglich geworfen. Wer am weitesten wirft, der gewinnt.
Bedauerlicherweise gibt es bisher nur landesweite Wettkämpfe und noch keine größeren Meisterschaften im Büffel- bzw. Kuhfladen Weitwurf und bis nach Europa hat es dieser sensationelle „Trendsport“ auch noch nicht geschafft…-aber was nicht ist, kann ja noch werden :-)

Bettrennen

Endlich ist es wieder so weit! In ein paar Tagen findet in Knaresborough (England) das jährliche „Great Knaresborough Bed Race“ statt.

Das heute bekannteste Bettenrennen in England geht zurück bis in die 60er Jahre und hat sich seitdem hinsichtlich Regeln, Austragung und Anhängerschaft beträchtlich weiterentwickelt. Es bestehen mittlerweile strenge Vorgaben bezüglich des Teams und des zu transportierenden Bettes, die genauestens eingehalten werden müssen.
Das Bett, das üblicherweise prächtig geschmückt ist, da auch das schönste Bett einen Preis gewinnt, muss so schnell wie möglich vom Team (6 Personen) über eine bestimmte Strecke befördert werden. Das ist oft gar nicht so einfach wie es klingt, da die Strecke auch steilere Partien beinhaltet und einen Fluss, der überwunden werden muss.

Der Rekord liegt hierfür bei 12 Minuten und 9 Sekunden für die 3 Kilometer lange Strecke.

Bobbycar 26./27. Juli 2008 in Ersingen

Jeder kennt sie, jeder liebt sie und jeder, der Kinder hat kauft sie- die Rede ist natürlich von den allseits beliebten Bobbycars! Aber nicht nur bei Kindern sind die kleinen Flitzer der große Renner, sondern auch Erwachsene haben sie mittlerweile für sich entdeckt. Mittlerweile hat sich die Bobbycar-Szene soweit etabliert, dass sich eine sogenannte „Formel Bobbycar“ entwickelt hat, in der es professionelle Rennen, unter anderem auch Europameisterschaften, gibt; so wie dieses Jahr in Ersingen. Wie das geht?! …-mit getunten Bobbycars!

Aber natürlich unterliegen diese speziellen Richtlinien; und auch die Bobbycar Europameisterschaften ist genauen Vorschriften unterworfen:

Es gibt ingesamt 6 Startklassen: Kinder (3-13 Jahre, nach Alter aufgeteilt), Jugend (14-17 Jahre),Gaudi (ab 14 Jahre), PZ-Rennen (ab 14 Jahre), Amateure (ab 16 Jahre) und letztendlich die Profis (ab 18 Jahre). Je nach Klasse wird eine Rennstrecke von 100 bis 600 Meter befahren. Außerdem legt das sogenannte Bobbycar Regelement fest, wie das Renn- Bobbycar beschaffen zu sein hat; so dürfen in den meisten Fällen nur Bobbycars der Firma BIG benutzt werden, die aber den Bedürfnissen entsprechend (vor allem bei den Profis) umgerüstet werden können (z.B. Lenkstange verlängern, Achsen verstärken, Spezialreifen (Sommerreifen), usw.). Pflicht ist weiterhin das Anlegen von Schutzkleidung (Helm, Protektoren, etc.); ganz ungefährlich ist dieser Sport jedoch trotzdem nicht.

Aber es sieht zumindest für Außenstehende sehr lustig aus und die Bobbycarfahrer selbst berichten, dass es jede Menge Spaß macht mit dem Renn-Bobbycar die Rennstrecke entlang zu düsen. Den Nervenkitzel ist es wohl wert!