Der Puls steigt, das Herz rast und jede Menge Adrenalin macht sich im Körper bemerkbar- der reinste Nervenkitzel…-wen überkommt dieses Gefühl nicht beim Anblick eines riesigen Bergs Bügelwäsche?!
Nun ja, wahrscheinlich die Wenigsten- ABER… es gibt sie! Die Extremsportler der neuen Trendsportart „Extreme Ironing“, schienen in der Tat genau diesen Kick zu verspüren, wenn sie ihre Bügelwäsche betrachten (irgendwie beneidenswert, oder?! ) und träumen dabei davon die höchsten Berge zu besteigen, im Meer zu tauchen oder auf Bäume zu klettern und das alles mit ihrer Bügelwäsche im Schlepptau.
Das Prinzip des Sportes ist recht einfach: Bügeln an ausgefallenen Orten oder in ausgefallenen Situationen, die ein möglichst hohes sportliches Geschick erfordern. Man braucht lediglich ein handelsübliches Bügelbrett, ein ebenso handelsübliches Bügeleisen und einen Haufen Bügelwäsche.
Der aus England kommende Trend-/ Fun- oder Extremsport erfreut sich einer stetig wachsenden Fangemeinde der „Extrembügler“. Mittlerweile haben sich sechs Disziplinen herauskristallisiert: Forest Style, Rocky Style, Urban Style, Water Style, Freestyle und für alle Liebhaber des Mannschaftssportes das Synchronbügeln (logischerweise je nach Ort oder Situation, in der gebügelt wird). Weitere Disziplinen, wie beispielsweise die noch nicht so fest etablierten Disziplinen Air Style und Eso Style (esoterisch/meditativ), kommen permanent hinzu.
Auch wettkampftechnisch entwickelt sich das Extreme Ironing sehr rasant. Es finden regelmäßige Wettkämpfe statt und 2002 konnte sogar die erste Weltmeisterschaft in Valley bei München ausgetragen werden, an der 75 Extrembügler aus 9 Ländern teilnahmen. Dabei wurden von einer Jury (u.a. 5 deutsche Hauswirtschaftsmeisterinnen) die jeweils individuelle Bügelleistung sowie das Bügelergebnis (d.h. Knitterfreiheit der Wäsche)geprüft und bewertet.
Weltrekorde halten momentan „Iron Man“ Carrik, der auf 6962m auf dem Aconcagua in den argentinischen Anden bügelte; Louise „Dive Girl“ Trewavas, die in 100m Tiefe am Blue Hole in Ägypten bügelte und Matthew „Crease Lightnin“ Hearne, der seine Bügelwäsche erledigte, während er in 4h8min den London-Marathon lief.
Sachen gibt’s…die gibts gar nicht!
Ach ja, für alle die der Meinung sind sie müssten jetzt auch viel Geld ausgeben um in ein fremdes Land zu reisen, dort dann auf einen 8.000 zu steigen oder 1.000 Meter tief zu tauchen um seine Wäsche extrem wegzubügeln, dem empfehle ich im Vorfeld den Abschluss einer Reiseversicherung :). Sicher ist sicher 
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